bauhandwerkerinnen.com

Das Treffen

Geschichte

Baustellen

Reisende

Links

Impressum

Willkommen bei den Bauhandwerkerinnen*Ein Logo welches 5 Hände im Kreis zeigt welche Kelle, Zirkel, Hammer, Zange und Meisel halten. Umrandet von dem Schriftzug 'Bauhandwerker*innen Treffen'

Bundesweites Bauhandwerker*innen Treffen 2026

Vergangene Woche fand das Bauhandwerker*innentreffen 2026 statt; ein Treffen, bei dem FLINTA*-Personen gemeinsam Bauen, Lernen, Pläne schmieden und Feiern.

Dieses Jahr fand es in der wunderbaren Jugendherberge in Oberbernhards statt. Ein wahrlicher Glücksgriff an Ort, vereinte er doch alle Ansprüche, die man für eine Zusammenkunft von 180 Personen aus dem Bauhandwerk haben kann: Dort hatten wir genug Platz für alle Menschen und Workshops; einen ganz unkomplizierten und guten Kontakt mit den beiden Jugendherbergsleiterinnen, und es gab sogar genug zu tun für uns. Denn wie fast jedes Jahr startete das BH*T mit einer solidarischen Baustellenzeit.

Für die Baustelle waren dieses Jahr circa 50 Personen bereits ab Sonntag am Start, um an Verschiedenem zu arbeiten. So wurde in nur 5 Tagen ein 9m-langes Vordach mit Stegträgerplatten-Deckung errichtet, der Innenausbau des Kaminraums gewuppt und das riesige Außengelände der DJH mit einer Spielplatzlandschaft und verschiedensten Sitzgelegenheiten verziert. Die zukünftigen Stammgäste der Jugendherberge - zu denen vor allem Orchester- und andere musizierende Gruppen gehören - dürfen sich also freuen, dass sie nun eine heimelige Fachwerkoptik im Kaminraum um sich haben; ihre Raucherpausen trocken unter dem neuen Dach verbringen können und die Ruhe und das gute Wetter auf Schaukeln, Balancier-Spielgeräten und in Hängematten geniessen können.
Auch wir haben sehr davon profitiert, dass wir die erste warme Frühlingswoche erwischt hatten, denn viele Mahlzeiten und Kaffees nahmen wir im Sonnenschein draussen zu uns und viele Spaziergänge wurden in der schönen Landschaft der Rhön gemacht. Und die Baugruppe, die sich um den Spielplatz kümmerte, musste dank der Wärme nur mäßig viel mit der feuchten Erde kämpfen, um die 90cm tiefen und 60cm breiten Fundamentslöcher auszuheben.
Am Mittwoch Abend wurden die fleißigen Bauhandwerker*innen mit einem Auftritt der Kabarettistin Sunna Huygen belohnt. Lustig und ernst zugleich fasst Sunna die politischen Zustände der Welt zusammen und bringt auf den Punkt, wie ambivalent es einem damit gehen kann. Vollste Empfehlung! ( https://sunna-huygen.de/ )

Während die Baustellen-Crew noch am Arbeiten war, kamen ab Donnerstag Nachmittag die restlichen Teilnehmenden des BH*Ts an: Am Ende wurden wir um die 180 Personen. So viele waren wir noch nie!

Das BH*T ist deshalb so besonders, da hier Personengruppen zusammenkommen, die es im cis-männlich dominierten Bereich des Bauhandwerks oft extra schwer haben. FLINTA* steht als Akronym für Frauen, Lesben, Intergeschlechtliche, Nicht-Binäre, Transgeschlechtliche und Agender-Personen. Es sind also alle Geschlechtsidentitäten eingeladen, die sich nicht als cis-männlich verstehen; also solchen, die mit männlichen Geschlechtsorganen geboren wurden und sich auch mit dem sozialen Geschlecht als Mann identifizieren können. Das BH*T versucht einen Raum zu schaffen, in dem FLINTA*-Personen unter sich sein und sich zu den Themen austauschen können, die sie als Bauhandwerker*innen beschäftigen. Dabei steht der Austausch rund ums Handwerk zwar im Vordergrund, doch genauso viel Gewichtung ist dem Aspekt der Vernetzung und dem daraus entstehenden Moment der Ermutigung beizumessen. Viele Personen gehen empowert aus dem Treffen der Bauhandwerker*innen raus, da sie sich weniger allein und in ihren Fähigkeiten und Motivationen bestärkt fühlen. Möglich gemacht wurde das Treffen unter anderem durch die finanzielle Zuwendung, die wir von der Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt bekommen haben - Ein großes Dankeschön an dieser Stelle für die Unterstützung! ( https://www.stiftungmunda.de/ )

Das Treffen, welches am Donnerstag Abend begann und am Sonntag Vormittag endete, war durch verschiedene Programmpunkte strukturiert. So begann und endete es mit einem gemeinsamen Plenum zum Ankommen und zur Verabschiedung. Freitag und Samstag gab es jeweils drei Workshop-Slots, in denen insgesamt phänomenale 36 Workshops angeboten wurden. Diese wurden wie jedes Jahr größtenteils von den Teilnehmenden selbst gestaltet und angeleitet und bildeten ein breites Spektrum von Praktisch zu Theoretisch ab. Zu den Theoretischen gehörten zum Beispiel die Workshops zu konstruktivem Holzschutz, zu Statik und zum Schiften. Desweiteren gab es praktische und körperorientierte Angebote wie Zeitgenössischer Tanz, Playfight und Massage. Handwerklich, wie könnte es anders sein, gab es natürlich auch einige Workshops: Kettensägen-Schnitzen, Schweißen, Bleiverglasung, Glasperlen Drehen, Dekupiersägen, Massivholzbiegen und Linolschnitt waren nur einige. Zudem wurden auch Workshops angeboten, die einen politischeren und/oder informativeren Charakter hatten, wie beispielsweise zu Neurodivergenz auf der Baustelle, zu Erasmus während de Ausbildung, Trans* sein im Knast und zur Realität migrantischer Beschäftigter im Baugewerbe. Besondere Begeisterung fand auch der Spaziergang, bei dem die lokale Förstnerin Sophie Hartmann ihr Wissen teilte. Um in dieser Fülle an Angeboten den Überblick zu behalten, richtete die diesjährige VorbereitungsKombo (Kurz: Voko) ein Online-Tool ein, in dem alle Informationen übersichtlich in einem Timetable dargestellt wurden. Neben der Anmeldezahlen ebenfalls eine Premiere des BH*Ts.
Die ganze Woche wurden wir außerdem lecker bekocht von Anke Feja, die diese Arbeit seit nunmehr 33 Jahren übernimmt und nicht mehr vom BH*T wegzudenken ist. Was ein Glück! (https://www.anke-feja-biokochen.de/ )

Das Bauhandwerker*innentreffen existiert bereits seit 1984 in den alten Bundesländern. Damals hieß es noch "Treffen für Frauen im Bauhauptgewerbe" und bestand aus gerade mal 5 Personen. Jedes letzte Februarwochenende fand das Treffen statt, um sich auszutauschen, zu vernetzen und sich weniger allein zu fühlen in einem Berufsumfeld, in dem für es FLINTA*-Personen sogar ein gesetzliches Verbot gab. Denn bis ins Jahr 1994 war es Frauen in der BRD verboten, offiziell im Bauhauptgewerbe zu arbeiten. Die Vernetzung war damals sehr kostbar für diejenigen, die die Anfänge von FLINTA*-Personen auf dem Bau mit-erkämpft haben und bleibt es auch heute noch für all jene, die unter den patriarchalen Systemen besonders zu leiden haben.

Ob des enormen Zuwachs der Nachfrage für das Treffen wurde am Samstag Vormittag auch ein Plenum in der großen Runde eingeplant, in dem sich explizit mit Fragen beschäftigt wurde, die durch die erhöhte Teilnehmendenzahl entstehen. So wurde über Diversität, Alternative Treffensformen, die Entscheidungsmacht der Voko, die digitalen Visionen, Vernetzungsarbeit, Neue Infrastrukturen der Treffen, Zugänglichkeit und über die Gefühle zum Wachstum diskutiert. Das Plenum wurde von einer externen Person organisiert, die mit der Open Space Methode eine sinnvolle und produktive Art wählte, um die Komplexität der Themen und die Vielfältigkeit der Meinungen abzubilden, ohne dass es dröge oder anstrengend wurde. Danke nochmal dafür, Vik! ( Moderation: Victoria Jürgens )

Neben all dem Lernen und Arbeiten durfte natürlich auch das Feiern nicht fehlen, denn BH*T bedeutet auch immer die Zelebration von dem, was bereits ist und dem Zusammenkommen an sich! So wurde Freitag Abend mit viel Leidenschaft Bingo gespielt, wo tolle Preise von unseren Materialsponsoren FHB, Famag, Picard, Liberpee, Bessy und Anke Feja Biokochen gewonnen werden konnten. Vielen Dank für die Unterstützung in Form von Hämmern, Stauden, Zwingen, Chutneys und vielen anderen tollen Dingen! Danach gab es noch eine thematisch wunderbar passende Rap-Einlage von Hansi24 und eine Dragshow der Gruppe "The Rascals", die sich ganz um das Thema der Baustelle drehte und alle unsere Erwartungen übertraf. Alles drei Events, die niemand so schnell vergessen wird! Der Samstag Abend stand dann ganz im Namen des Tanzes: Eingegroovt wurde sich mit angeleitetem Linedance, welcher dann überging in eine Nacht voll Musik durch die gruppeneigenen DJs und einem durchgehend bespielten Karaokezimmer. Auch hier waren wir mal wieder sehr dankbar um die tollen Räumlichkeiten der Jugendherberge, welche akkustisch und platztechnisch all unsere Wünsche erfüllte.

Wir gehen aus diesem Treffen mit einem lachenden und einem weinenden Auge: bestärkt und glücklich um die vielen Begegnungen; traurig, dass es wieder mal zu schnell vorbeiging und erst wieder ein Jahr vergehen muss, bevor das nächste große Treffen stattfindet. Doch wer weiß, man munkelte bereits, dass es eventuell mehr kleinere und lokalere Treffen geben soll im kommenden Jahr. Wir sind gespannt, was da noch kommt. In naher wie in ferner Zukunft: Wir sind und bleiben da wo wir hingehören. Im Handwerk. Und zwar gemeinsam.

wurde gefördert durch:
Logo der Stiftung MundA

Bundesweites Bauhandwerker*innen Treffen 2025

Vom 13. bis 16. Februar 2025 fand im Thüringer Wald in Lehesten das alljährliche Bauhandwerker*innentreffen (BH*T) mit etwa 100 FLINTA-Personen* statt. FLINTA ist ein Akronym aus der queerfeministischen Theorie und steht für Frauen Lesben, Intergeschlechtliche, Nicht-Binäre, Transgeschlechtliche und Agender. Es kommen also all jene beim BH*T zusammen, die nicht cis-männlich sind  und von den patriarchalen Zuständen nicht profitieren und fürs Handwerk brennen.

Die Geschichte dieses Treffens ist eng mit dem jahrzehntelangen Kampf gegen das Berufsverbot für Frauen im Bauhauptgewerbe verbunden, das bis 1994 in der BRD galt. Die Teilnehmenden reflektierten über die Entwicklungen seit der Aufhebung des Verbots und diskutierten, wie sich die Arbeitsbedingungen für alle im Bauhandwerk verändert haben.
 

In diesem Jahr wird die Soli-Baustelle, durch die traditionellerweise ein Teil des BH*T finanziert wird, an einem anderen Termin und Ort stattfinden, da es aufgrund der wachsenden Teilnehmendenzahl schwierig war, einen für Treffen und Baustelle passenden Ort zu finden. Außerdem wird aufgrund des zunehmenden Interesses zum ersten Mal ein Sommer-BH*T im Mai stattfinden!

Ein Schwerpunkt des diesjährigen BH*Ts war die Auseinandersetzung mit der Zukunft des Treffens selbst, welche in verschiedenen Plena und Kleingruppen diskutiert wurde. Fragen auf die wir gestoßen sind, waren zum Beispiel: Was darf das Vorbereitungskommitee (Voko) entscheiden? Wie kann das Wissen der alten Voko sicher und transparenter an die Neue weitergegeben werden? Wie groß möchten wir einladen und Werbung machen? Wo und wie wollen wir Geld auftreiben? Welcher Teilnahmebeitrag ist angemessen? Wollen wir regionale BH*T´s haben? Soll es Honorare für Referent*innen geben oder haben wir genug Wissen und Kompetenz zum Teilen? Was bedeutet Diversität für uns und wer bekommt vom BH*T mit? Neben dem Spinnen von Utopien bildeten sich zudem Arbeitsgruppen zu konkreten Themen, wie Digitalisierung und Kommunikation.

Neben den inhaltlichen Auseinandersetzungen gab es natürlich gab es noch jede Menge praktischer Workshops: 1. Hilfe Praxis und Theorie, Elektro, Siebdruck, Statik, Linolschnitt, Schmieden, Kettensägenschnitzen, Kupfer löten, Steinbildhauen. Am Freitag Abend wurde ein Film zu Transpersonen in Haft gezeigt und besprochen, während der Samstagabend in eine ausgelassene Tanzparty mündete...
 Wir durften die Räumlichkeiten der Dachdeckerschule Lehesten nutzen und haben uns dort sogar in Spenglerarbeiten versuchen dürfen. Und zwischen all dem vielfältigen Angebot gab es viel Raum für Vernetzung und Austausch oder einfach für einen Spaziergang um den schneebedeckten Baggersee.

Da wir ein selbstorganisiertes und durch ehrenamtliche Arbeit getragenes Treffen sind, ist es uns wichtig, dass reproduktive Aufgaben wie Spülen, Aufräumen, Müll entsorgen von allen gemeinsam getragen werden. Hierfür konnten wir uns vor Ort in einen Schichtplan eintragen.

Die Vielfalt der Berufe und die Erfahrungen sowie Austausch von Wissen & Fähigkeiten der Teilnehmenden standen weiterhin im Mittelpunkt des Treffens.

Gruppenfoto vom Bauhandwerker*innen Treffen 2025, Verschneit. Im Vordergrund Bauhandwerkerinnen* Treffen Transpi

Wir verließen Lehesten mit neuen Ideen, wertvollen Kontakten und der Inspiration unsere Leidenschaft für das Bauhandwerk weiter zu vertiefen.
Wir freuen uns schon auf das nächste Bauhandwerker*innentreffen im kommenden Jahr.
 Informationen gibt es auf der Homepage und über den Emailverteiler.
 Vielen Dank an alle Unterstützer*innen und die ehrenamtlichen Vorbereitungsgruppen, die das alles möglich machen ! Bis zum nächsten Mal ! 


wurde gefördert durch:
Logo der Stiftung MundA

Bundesweites Bauhandwerker*innen Treffen 1992 - 2024

32 Jahre
(Ehemaliges Treffen der Frauen im Bauhauptgewerbe)

Das jährliche Treffen der Bauhandwerker*innen fand im Februar 2024 im Eichsfeld in Thüringen statt. Von Montag den 19.02.24 bis Donnerstag den 22.02.24 haben wir gemeinsam eine FLINTA* Baustelle ausgeführt. Es mussten viele große Thuja Bäume gefällt und entsorgt werden. Dabei wurden professionelle und technische Fertigkeiten mit Kettensäge und Co. angewendet und vermittelt. In einer alten Mühle wurden Abrissarbeiten von alten Innenwänden und Decken erledigt und im Anschluss in Holzständer Bauweise neue Innenwände gestellt. Die Hohlräume wurden nach Brandschutz Vorschrift mit mineralischer Dämmwolle gefüllt. Hierbei wurden Fertigkeiten im Bereich Arbeitsschutz vermittelt. Außerdem verschiedene professionelle und technische Fertigkeiten im Holzbau vermittelt. Wir und vor allen Dingen die Kunden*innen sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis.
Es war sehr beeindruckend wie schnell und sauber die Arbeiten ausgeführt wurden. Das Verhältnis zwischen Fachkräften und Neulingen, die bald eine Ausbildung beginnen wollen im Bauhandwerk, war gut ausgeglichen. Auch aus anderen Gewerken, waren einige dabei. Wir hatten ca. 2/3 Zimmer*innen oder Tischler*innen und 1/3 Andere. Bei den Thuja Fällungen und Äste entfernen waren es umgekehrt 1/3 Fachkräfte und 2/3 Andere. In beiden Arbeitsgruppen wurden super Ergebnisse erzielt. Wichtig ist auch immer, dass genügend Arbeitsmaterialien und Arbeitsplätze vorhanden sind. Genauso wie die zuverlässige Versorgung mit Kaffee, Tee und Snacks während der ganzen Baustellen Zeit. Und das warme Mittagessen, gekocht von unserer geliebten Köchin Anke.
Ab Donnerstag Nachmittag und Abend kamen dann nach und nach die ganzen Teilnehmer*innen und Referent*innen an. Um 20 Uhr findet jedes Jahr ein großes Begrüßungsplenum statt. Dort machen wir Kennlernspiele und erklären organisatorische Dinge zum Ablauf. Da am Freitag Vormittag die ersten Workshops beginnen, muss auch Abends noch gewählt werden. Es waren wieder vielfältige Angebote dabei: bildungspolitische Theoretische Workshops: wie Klassismus, Verhandeln über Gehalt, und viele Praktische Workshops: wie Einführung Elektrotechnik, Steinbildhauen, Holzbildhauen, KFZ Workshop, Salzuntersuchung an alten Bauwerken in Gotha, Akt-Zeichnen, Physiotherapie und vieles mehr.

Um die Kosten möglichst gering zu halten, ist es immer notwendig das die reproduktiven Aufgaben von Allen Teilnehmenden* gemeinsam getragen werden (Abwaschen, Schnippeln in der Küche, Müll entsorgen und den Tagungsort sauber halten).
Wir haben jedes Jahr eine Kinderbetreuung, dass auch die Eltern*teile unter uns an Workshops oder anderen Aktivitäten teilnehmen können. Es freut uns sehr, dass es diese Mal überhaupt kein Problem war, das die/der Eine* oder Andere ihren Hund dabei hatte. Es war allgemein etwas eng im Schloss Martinfeld, deshalb war es super angenehm , dass wir tagsüber mit trockenem Wetter gesegnet waren und es auch Nachts nicht zu kalt wurde. Nach einer gelungenen Abschiedsparty mit Tombola, Cocktailbar und viel Musik und Tanz am Samstagabend, ging das Treffen dann am Sonntag den 25.02.24 vormittags mit gemeinsamen Frühstück und gemeinsamen Aufräume und sauber machen, zu Ende . Nach dem Abschlussplenum zur Mittagszeit sind dann alle glücklich und zufrieden nach Hause gefahren. Wir freuen uns immer noch sehr über die schönen Erinnerungen von diesem Jahr. Unsere Kolleg*innen aus Dänemark waren auch wieder dabei, dort hat sich vor 4 Jahren ein ganz ähnliches Vernetzungstreffen mit FLINTA* Baustelle gegründet. Wir sind sehr froh über den Austausch über Deutschland hinaus. Unter anderen waren auch Bauhandwerker*innen aus Österreich, Niederlande vertreten. Wir freuen uns schon auf das nächste Bauhandwerker*innentreffen im kommenden Jahr. Geplant wird jetzt zum ersten Mal eine zusätzliche Sommerbaustelle.
Informationen gibt es auf der Homepage und über den Emailverteiler.
Vielen Dank an alle Unterstützer*innen und die ehrenamtlichen Vorbereitungsgruppen, die das alles möglich machen ! Bis zum nächsten Mal !

wurde gefördert durch:
Logo der Stiftung MundA

Bauhandwerkerinnen*Treffen 2022 auf Sylt:

Endlich war es wieder so weit!

Nachdem das Treffen coronabedingt zweimal verschoben worden war, konnten sich FLINTA* verschiedenster bauhandwerklicher Berufe auf der Nordseeinsel Sylt zum lang ersehnten 34. Treffen zusammen finden.

Die Freude darüber war deutlich zu spüren. Bald füllte sich die Jugendbegegnungsstätte, "Puan Klent" für das Wochenende vom 11.11. – 13.11.2022 mit 120 Bauhandwerkerinnen* und Handwerkerinnen* im weiteren Sinne.

Das Workshopangebot Freitag/Samstag wurde sehr gut angenommen.
Workshops, Vorträge und Gesprächsrunden gab es zu folgenden Themen: Kalkglätte, Anleitung für alltagstaugliche Physio-Übungen, über mögliche Formen kollektiven, hierarchiefreien Arbeitens und Ausbildens wurde diskutiert, einen gesellschaftskritischen Vortrag über Klassismus gab es, eine Gesprächsrunde des Sylter Bürger*innenbündnisses Merret reichts!, Siebdrucken mit den diesjährigen Logos, Selbstverteidigung für Queers, KfZ-Workshop, Vorträge zu Biologischen Baustoffe, Grundlagen Elektrotechnik, Konfliktbewältigung in Teams, Segeln und Knoten und „Sprechen über Geld“.
Natürlich gab es am Samstagabend noch eine rauschende Party, bei der zusammen ausgelassen getanzt wurde.
Gegen Sonntagmittag im Sonnenschein verließen alle nach und nach die Insel.

Das nächste Bauhandwerkerinnen*Treffen ist für den Februar 2024 geplant, Infos gibt es hier Treffen 2024. Am Treffen teilnehmen können alle Bauhandwerkerinnen* ob sie Meisterin* , Gesellin*, Angestellte* oder Selbstständige*, Autodidaktin*, oder noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind.
Für viele ist das Treffen sehr wichtig, um den männlich dominierten Alltag auf dem Bau und anderswo besser zu bewälltigen. Wir stärken uns gegenseitig und Lachen und Weinen gemeinsam. Mit einer Baustelle im Vorfeld wird ein Teil der Kosten erarbeitet. Es ist ein einmaliges Erlebnis, bei einer großen FLINTA* Baustelle dabei zu sein. Auch die Vernetzung mit Bauhandwerkerinnen* aus anderen Ländern gehört zum Treffen.

Wir freuen uns schon sehr, auf das kommende Treffen und erinnern uns gerne das BH*T 2022 auf Sylt ! wurde gefördert durch:

Logo der Stiftung MundA

Wir in der Presse:

bauhandwerkerinnen.de | 2021 | Kontakt | Impressum |