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Willkommen bei den Bauhandwerkerinnen*Ein Logo welches 5 Hände im Kreis zeigt welche Kelle, Zirkel, Hammer, Zange und Meisel halten. Umrandet von dem Schriftzug 'Bauhandwerker*innen Treffen'

Bundesweites Bauhandwerker*innen Treffen 2025

Vom 13. bis 16. Februar 2025 fand im Thüringer Wald in Lehesten das alljährliche Bauhandwerker*innentreffen (BH*T) mit etwa 100 FLINTA-Personen* statt. FLINTA ist ein Akronym aus der queerfeministischen Theorie und steht für Frauen Lesben, Intergeschlechtliche, Nicht-Binäre, Transgeschlechtliche und Agender. Es kommen also all jene beim BH*T zusammen, die nicht cis-männlich sind  und von den patriarchalen Zuständen nicht profitieren und fürs Handwerk brennen.

Die Geschichte dieses Treffens ist eng mit dem jahrzehntelangen Kampf gegen das Berufsverbot für Frauen im Bauhauptgewerbe verbunden, das bis 1994 in der BRD galt. Die Teilnehmenden reflektierten über die Entwicklungen seit der Aufhebung des Verbots und diskutierten, wie sich die Arbeitsbedingungen für alle im Bauhandwerk verändert haben.
 

In diesem Jahr wird die Soli-Baustelle, durch die traditionellerweise ein Teil des BH*T finanziert wird, an einem anderen Termin und Ort stattfinden, da es aufgrund der wachsenden Teilnehmendenzahl schwierig war, einen für Treffen und Baustelle passenden Ort zu finden. Außerdem wird aufgrund des zunehmenden Interesses zum ersten Mal ein Sommer-BH*T im Mai stattfinden!

Ein Schwerpunkt des diesjährigen BH*Ts war die Auseinandersetzung mit der Zukunft des Treffens selbst, welche in verschiedenen Plena und Kleingruppen diskutiert wurde. Fragen auf die wir gestoßen sind, waren zum Beispiel: Was darf das Vorbereitungskommitee (Voko) entscheiden? Wie kann das Wissen der alten Voko sicher und transparenter an die Neue weitergegeben werden? Wie groß möchten wir einladen und Werbung machen? Wo und wie wollen wir Geld auftreiben? Welcher Teilnahmebeitrag ist angemessen? Wollen wir regionale BH*T´s haben? Soll es Honorare für Referent*innen geben oder haben wir genug Wissen und Kompetenz zum Teilen? Was bedeutet Diversität für uns und wer bekommt vom BH*T mit? Neben dem Spinnen von Utopien bildeten sich zudem Arbeitsgruppen zu konkreten Themen, wie Digitalisierung und Kommunikation.

Neben den inhaltlichen Auseinandersetzungen gab es natürlich gab es noch jede Menge praktischer Workshops: 1. Hilfe Praxis und Theorie, Elektro, Siebdruck, Statik, Linolschnitt, Schmieden, Kettensägenschnitzen, Kupfer löten, Steinbildhauen. Am Freitag Abend wurde ein Film zu Transpersonen in Haft gezeigt und besprochen, während der Samstagabend in eine ausgelassene Tanzparty mündete...
 Wir durften die Räumlichkeiten der Dachdeckerschule Lehesten nutzen und haben uns dort sogar in Spenglerarbeiten versuchen dürfen. Und zwischen all dem vielfältigen Angebot gab es viel Raum für Vernetzung und Austausch oder einfach für einen Spaziergang um den schneebedeckten Baggersee.

Da wir ein selbstorganisiertes und durch ehrenamtliche Arbeit getragenes Treffen sind, ist es uns wichtig, dass reproduktive Aufgaben wie Spülen, Aufräumen, Müll entsorgen von allen gemeinsam getragen werden. Hierfür konnten wir uns vor Ort in einen Schichtplan eintragen.

Die Vielfalt der Berufe und die Erfahrungen sowie Austausch von Wissen & Fähigkeiten der Teilnehmenden standen weiterhin im Mittelpunkt des Treffens.

Gruppenfoto vom Bauhandwerker*innen Treffen 2025, Verschneit. Im Vordergrund Bauhandwerkerinnen* Treffen Transpi

Wir verließen Lehesten mit neuen Ideen, wertvollen Kontakten und der Inspiration unsere Leidenschaft für das Bauhandwerk weiter zu vertiefen.
Wir freuen uns schon auf das nächste Bauhandwerker*innentreffen im kommenden Jahr.
 Informationen gibt es auf der Homepage und über den Emailverteiler.
 Vielen Dank an alle Unterstützer*innen und die ehrenamtlichen Vorbereitungsgruppen, die das alles möglich machen ! Bis zum nächsten Mal ! 

Wurde gefördert durch

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Bundesweites Bauhandwerker*innen Treffen 1992 - 2024

32 Jahre
(Ehemaliges Treffen der Frauen im Bauhauptgewerbe)

Das jährliche Treffen der Bauhandwerker*innen fand im Februar 2024 im Eichsfeld in Thüringen statt. Von Montag den 19.02.24 bis Donnerstag den 22.02.24 haben wir gemeinsam eine FLINTA* Baustelle ausgeführt. Es mussten viele große Thuja Bäume gefällt und entsorgt werden. Dabei wurden professionelle und technische Fertigkeiten mit Kettensäge und Co. angewendet und vermittelt. In einer alten Mühle wurden Abrissarbeiten von alten Innenwänden und Decken erledigt und im Anschluss in Holzständer Bauweise neue Innenwände gestellt. Die Hohlräume wurden nach Brandschutz Vorschrift mit mineralischer Dämmwolle gefüllt. Hierbei wurden Fertigkeiten im Bereich Arbeitsschutz vermittelt. Außerdem verschiedene professionelle und technische Fertigkeiten im Holzbau vermittelt. Wir und vor allen Dingen die Kunden*innen sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis.
Es war sehr beeindruckend wie schnell und sauber die Arbeiten ausgeführt wurden. Das Verhältnis zwischen Fachkräften und Neulingen, die bald eine Ausbildung beginnen wollen im Bauhandwerk, war gut ausgeglichen. Auch aus anderen Gewerken, waren einige dabei. Wir hatten ca. 2/3 Zimmer*innen oder Tischler*innen und 1/3 Andere. Bei den Thuja Fällungen und Äste entfernen waren es umgekehrt 1/3 Fachkräfte und 2/3 Andere. In beiden Arbeitsgruppen wurden super Ergebnisse erzielt. Wichtig ist auch immer, dass genügend Arbeitsmaterialien und Arbeitsplätze vorhanden sind. Genauso wie die zuverlässige Versorgung mit Kaffee, Tee und Snacks während der ganzen Baustellen Zeit. Und das warme Mittagessen, gekocht von unserer geliebten Köchin Anke.
Ab Donnerstag Nachmittag und Abend kamen dann nach und nach die ganzen Teilnehmer*innen und Referent*innen an. Um 20 Uhr findet jedes Jahr ein großes Begrüßungsplenum statt. Dort machen wir Kennlernspiele und erklären organisatorische Dinge zum Ablauf. Da am Freitag Vormittag die ersten Workshops beginnen, muss auch Abends noch gewählt werden. Es waren wieder vielfältige Angebote dabei: bildungspolitische Theoretische Workshops: wie Klassismus, Verhandeln über Gehalt, und viele Praktische Workshops: wie Einführung Elektrotechnik, Steinbildhauen, Holzbildhauen, KFZ Workshop, Salzuntersuchung an alten Bauwerken in Gotha, Akt-Zeichnen, Physiotherapie und vieles mehr.

Um die Kosten möglichst gering zu halten, ist es immer notwendig das die reproduktiven Aufgaben von Allen Teilnehmenden* gemeinsam getragen werden (Abwaschen, Schnippeln in der Küche, Müll entsorgen und den Tagungsort sauber halten).
Wir haben jedes Jahr eine Kinderbetreuung, dass auch die Eltern*teile unter uns an Workshops oder anderen Aktivitäten teilnehmen können. Es freut uns sehr, dass es diese Mal überhaupt kein Problem war, das die/der Eine* oder Andere ihren Hund dabei hatte. Es war allgemein etwas eng im Schloss Martinfeld, deshalb war es super angenehm , dass wir tagsüber mit trockenem Wetter gesegnet waren und es auch Nachts nicht zu kalt wurde. Nach einer gelungenen Abschiedsparty mit Tombola, Cocktailbar und viel Musik und Tanz am Samstagabend, ging das Treffen dann am Sonntag den 25.02.24 vormittags mit gemeinsamen Frühstück und gemeinsamen Aufräume und sauber machen, zu Ende . Nach dem Abschlussplenum zur Mittagszeit sind dann alle glücklich und zufrieden nach Hause gefahren. Wir freuen uns immer noch sehr über die schönen Erinnerungen von diesem Jahr. Unsere Kolleg*innen aus Dänemark waren auch wieder dabei, dort hat sich vor 4 Jahren ein ganz ähnliches Vernetzungstreffen mit FLINTA* Baustelle gegründet. Wir sind sehr froh über den Austausch über Deutschland hinaus. Unter anderen waren auch Bauhandwerker*innen aus Österreich, Niederlande vertreten. Wir freuen uns schon auf das nächste Bauhandwerker*innentreffen im kommenden Jahr. Geplant wird jetzt zum ersten Mal eine zusätzliche Sommerbaustelle.
Informationen gibt es auf der Homepage und über den Emailverteiler.
Vielen Dank an alle Unterstützer*innen und die ehrenamtlichen Vorbereitungsgruppen, die das alles möglich machen ! Bis zum nächsten Mal !

wurde gefördert durch:
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Bauhandwerkerinnen*Treffen 2022 auf Sylt:

Endlich war es wieder so weit!

Nachdem das Treffen coronabedingt zweimal verschoben worden war, konnten sich FLINTA* verschiedenster bauhandwerklicher Berufe auf der Nordseeinsel Sylt zum lang ersehnten 34. Treffen zusammen finden.

Die Freude darüber war deutlich zu spüren. Bald füllte sich die Jugendbegegnungsstätte, "Puan Klent" für das Wochenende vom 11.11. – 13.11.2022 mit 120 Bauhandwerkerinnen* und Handwerkerinnen* im weiteren Sinne.

Das Workshopangebot Freitag/Samstag wurde sehr gut angenommen.
Workshops, Vorträge und Gesprächsrunden gab es zu folgenden Themen: Kalkglätte, Anleitung für alltagstaugliche Physio-Übungen, über mögliche Formen kollektiven, hierarchiefreien Arbeitens und Ausbildens wurde diskutiert, einen gesellschaftskritischen Vortrag über Klassismus gab es, eine Gesprächsrunde des Sylter Bürger*innenbündnisses Merret reichts!, Siebdrucken mit den diesjährigen Logos, Selbstverteidigung für Queers, KfZ-Workshop, Vorträge zu Biologischen Baustoffe, Grundlagen Elektrotechnik, Konfliktbewältigung in Teams, Segeln und Knoten und „Sprechen über Geld“.
Natürlich gab es am Samstagabend noch eine rauschende Party, bei der zusammen ausgelassen getanzt wurde.
Gegen Sonntagmittag im Sonnenschein verließen alle nach und nach die Insel.

Das nächste Bauhandwerkerinnen*Treffen ist für den Februar 2024 geplant, Infos gibt es hier Treffen 2024. Am Treffen teilnehmen können alle Bauhandwerkerinnen* ob sie Meisterin* , Gesellin*, Angestellte* oder Selbstständige*, Autodidaktin*, oder noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind.
Für viele ist das Treffen sehr wichtig, um den männlich dominierten Alltag auf dem Bau und anderswo besser zu bewälltigen. Wir stärken uns gegenseitig und Lachen und Weinen gemeinsam. Mit einer Baustelle im Vorfeld wird ein Teil der Kosten erarbeitet. Es ist ein einmaliges Erlebnis, bei einer großen FLINTA* Baustelle dabei zu sein. Auch die Vernetzung mit Bauhandwerkerinnen* aus anderen Ländern gehört zum Treffen.

Wir freuen uns schon sehr, auf das kommende Treffen und erinnern uns gerne das BH*T 2022 auf Sylt ! wurde gefördert durch:

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Wir in der Presse:

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